La Rafle du Vél’ d’Hiv’

La Rafle du Vél’ d’Hiv’ (historischer Hintergrund)

« Chassez les Papillons Noirs » – die Biographie von Sarah Lichtsztejn-Montard

(Für Informationen über Roman Krokes Projekt zu diesem Thema klicken Sie bitte die Menüs rechts vom weißen Pfeil)

Als « La Rafle du Vél‘ d’Hiv‘ » wird die größte Razzia an Juden auf französischen Territorium bezeichnet, die am 16. und 17. Juli 1942 in Paris von französischer Polizei durchgeführt wurde. Vor der Deportation in die Vernichtungslager Osteuropas wurden mehr als 13.000 Männer, Frauen und Kinder in einer als Sammellager umfunktionierten Radsporthalle – dem Vélodrome d’Hiver -zusammengepfercht. Diese Aktion des mit Nazi-Deutschland kollaborierenden Vichy-Regimes unter dem Maréchal Pétain war jahrzehntelang ein Tabuthema in Frankreich. Erst am 16. Juli 1995 entschuldigte sich der damalige französische Staatspräsident Jacques Chirac öffentlich.

« Chassez les Papillons Noirs » (Verjagt die schwarzen Schmetterlinge) ist die Biographie der Holocaust-Überlebenden Sarah Lichtsztejn-Montard. Sie erzählt darin, wie ihr als Jugendliche zusammen mit ihrer Mutter zunächst die Flucht aus dem Vél‘ d’Hiv‘ gelingt, bevor sie dann aber zwei Jahre später von Nachbarn verraten und nach Auschwitz deportiert werden; beide überleben die sog. Todesmärsche und werden am 15. April 1945 von britischen Truppen im Lager Bergen-Belsen befreit.

Video-Interview mit Sarah Lichtsztejn-Montard (3-teilig): http://www.fondationshoah.org/FMS/spip.php?article1530&lang=f

Weiterführende Informationen:

Webseiten:

http://www.fondationshoah.org/FMS/spip.php?article1530&lang=fr

http://rememberme.ushmm.org/updates/entry/remembering-the-vel-dhiv-roundup1

http://www.yadvashem.org/yv/en/holocaust/france/vel_dhiv_roundup.asp

http://www2.warwick.ac.uk/knowledge/culture/roundups/

http://www.nytimes.com/2012/07/21/opinion/la-rafle-vel-dhiv-anniversary-exhibition.html?pagewanted=all&_r=0

http://www.ambafrance-de.org/70-Jahre-nach-der-rafle-du-Vel-d

http://www.arte.tv/de/6754028.html#/box/veldhiv/de/das-projekt/

Chassez les Papillons noirs (2011)

Illustration von Roman KROKE

2011 fertigte Roman Kroke die Illustration Chassez les Papillons noirs zur Biographie von Sarah Lichtsztejn-Montard an. Hierbei handelte es sich um eine Auftragsarbeit für den Dokumentarfilm Ich bin (2011) von André Bossuroy, gefördert durch die Europäische Kommission (-> Dokumentarfilm). Im Rahmen der Dreharbeiten reiste Roman Kroke mit dem Filmteam nach Paris, traf und interviewte dort Sarah Lichtsztejn-Montard.

Zur Illustration: Sarah erzählte ihm, wie sie im Vernichtungslager Auschwitz zusammen mit den anderen Mädchen häufig den Refrain « Chassez les Papillons Noirs … » (Verjagt die schwarzen Schmetterlinge) des Liedes Le disque usé (1943) von Édith Piaf sang (http://www.youtube.com/watch?v=vS5X0BRB12s). Musik blieb für Sarah zeitlebens eine Quelle der Stärkung und der Freude. Aus diesem Grund wählte sie auch den Refrain « Chassez les Papillons Noirs … » zum Titel ihrer Biographie. Die Illustration von Roman Kroke stellt eine Symbiose her zwischen diesem biographischen Anknüpfungspunkt und der universellen Frage, wie ein Mensch traumatischen Erfahrungen begegnen und sie – zumindest teilweise – in eine kreative Kraft umzuwandeln vermag.

Auf Grundlage seiner künstlerischen Arbeit zum Rafle du Vél‘ d’Hiv‘ realisiert Roman Kroke in Kooperation mit Schulen, Universitäten, Museen, Stiftungen etc.

Die Illustration Chassez les Papillons Noirs (2011) ist als Kunstdruck auch auf gerahmter Leinwand erhältlich („Giclée“ Fine-Art Print):

                    K U N S T D R U C K E

        


Ich bin (2011)

Dokumentarfilm von André BOSSUROY

Roman Krokes Illustration Chassez les Papillons noirs zur Biographie von Sarah Lichtsztejn-Montard war eine Auftragsarbeit für den Dokumentarfilm Ich bin von André Bossuroy, gefördert durch die Europäische Kommission (2011).

Ich bin ist ein Dokumentarfilm, der sich mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus auseinandersetzt. Vier junge Europäer begegnen auf ihrer Rundreise durch Europa Zeugen der Vergangenheit … Sie wandeln auf den Spuren von Ereignissen des Zweiten Weltkrieges – in Deutschland (die Widerstandsbewegung der Weißen Rose in München), Frankreich (die Massenrazzia „La Rafle du Vél’ d’Hiv’“ in Paris, die Widerstandsbewegung im Vercors) und Russland (das Massaker von Katyn). Dabei erforschen sie, welchen Einfluss diese Ereignisse auf die Identitätsbildung der jeweiligen europäischen Völker gehabt haben und immer noch haben.

Film ONLINE

(zweiter Film von oben – zum Thema „La Rafle du Vél’ d’Hiv’“ siehe Teil II):

Originalversion: Französisch

Verfügbare Untertitel: de, engl., pol., russ., niederl.